Das Konzept vom Henne-Haus basiert auf dem Zusammenspiel einiger Komponenten, die von deutschen Markenherstellern und Technologieführern stammen. Die Komponenten sind:

Energiefarm: Stromspeicher-Kaskade von E3/DC

Energiefarm von E3/DC eine der Haustechnik-Komponenten

Haustechnik-Komponente: Energiefarm, bestehend aus zwei Stromspeichern von E3/DC

Herzstück der verbauten Haustechnik-Komponenten bilden die Stromspeichersysteme des Osnabrücker Herstellers E3/DC. Die so genannten Hauskraftwerke vom Typ S10-E12 sorgen für die Speicherung und Verteilung der elektrischen Energie, die entweder vom Dach über die Photovoltaikanlage von aleo Solar oder aus dem Keller nebenan von den Mikro-KWK-Geräten von Remeha stammen können.
Im Henne-Haus werden die intelligenten Stromspeicher von Laudeley Betriebstechnik zu einer Energiefarm kaskadiert. Damit verdoppelt sich die maximale Ausgangsleistung auf 6.000 Watt – diese elektrische Energie steht maximal zur Verfügung, wenn gerade andere Stromerzeugung durch PV oder KWK und kein Netzbezug stattfindet. Jedes Hauskraftwerk hat eine Kapazität von 15 kWh.
Weitere Informationen zu E3/DC finden Sie auf der Partner-Seite.

Photovoltaik: Ost-West-Anlage mit aleo-Modulen

08 NKB Henne PV Installation Michael Strubenhoff Die zweite bedeutende Haustechnik-Komponente im Henne-Haus ist die von Laudeley Betriebstechnik montierte Photovoltaikanlage, die aus Modulen des Prenzlauer Herstellers aleo Solar besteht. Als Unterkonstruktion der PV-Anlage dient das von Wille Bedachung aus Ritterhude neu installierte Satteldach, das mit einem Winkel von 15 Grad optimal für die Erzeugung von elektrischer Energie durch Photovoltaik geeignet ist.
Die Photovoltaikmodule von aleo Solar haben den Vorteil, dass sie auch bei diffusem Licht besonders gute Wirkungsgrade erreichen und sind damit eine wichtige Komponente bei der technischen Sanierung des Henne-Hauses. Durch die Ost-West-Ausrichtung beginnt das Aufladen der Akkus bereits oft früh morgens ab 6 Uhr und maximiert so den Eigenverbrauch. Die Leistung der Anlage liegt bei 28,80 kWp. Damit kann ein Großteil des im Sechs-Parteien-Haus benötigten Stroms ganzjährig erzeugt werden.
Weitere Informationen zu aleo Solar finden Sie auf der Hersteller-Seite.

BHKW: Mikro-KWK-Kaskade mit Remeha-Geräten

Oldenburg, Niedersachsen, DEU, 04.09.2015, Photovoltaik Installation in einem Mehrfamilienhaus am Waterender Weg 12 in Oldenburg. Foto: Andreas Burmann [ (c) Dipl. Des. (FH) Andreas Burmann, Ammergaustrasse 156, 26123 Oldenburg, Tel.: +49-441-99867610 oder +49-171-5442466; info@andreas-burmann.de ]Ein weiteres Highlight im Konzept vom Henne-Haus ist die Integration von zwei Mikro-KWK-Geräten vom Typ eVita 25S von Remeha. Die beiden Mikro-BHKWs mit Stirlingmotor werden kaskadiert und produzieren – nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung – Strom und Wärme im Verhältnis 1:5. Sollte einmal eine der beiden Komponenten ausfallen oder gewartet werden müssen, bleibt die Wärmeverspogung nach der technischen Sanierung immer gesichert. Daneben gibt es zwei Spitzenlastkessel auf Brennwertbasis.
Der Generator des eVita von Remeha wird von einem Stirlingmotor angetrieben. Dieser erzeugt Heizwärme und Bewegung zum Antrieb des Generators. Dieser Motor arbeitet durch ständiges Aufheizen und Abkühlen eines eingeschlossenen Edelgases. Zum Bezug des Brennstoffs wird der bisherige Gasanschluss genutzt. Bis zu ein Kilowatt elektrische Leistung und 5,5 Kilowatt Wärme erzeugt der Stirlingmotor innerhalb des eVita. Sollte das nicht reichen, hilft ein zusätzlicher Spitzenlastkessel auf Brennwertbasis. Damit erreicht das Gerät eine maximale Gesamtleistung von 25 Kilowatt.
Die Mikro-BHKWs kommen im Haus überwiegend in der kalten Jahreszeit zum Einsatz. Bei entsprechendem Wärmebedarf springen zunächst die beiden Stirlingmotoren an. Um deren Überhitzung zu vermeiden, wird die produzierte Wärme in einem Pufferspeicher „zwischengelagert“, bevor sie im Mietshaus verbraucht wird. Der erzeugte Strom der Remeha-Geräte wird über einen Schuko-Stecker direkt ins Hausnetz eingespeist und verbraucht oder über die AC-Seite der Stromspeichersysteme vollautomatisch zwischengespeichert.
Weitere Informationen zu Remeha finden Sie auf der Partner-Seite.

Wärmepumpe: Warmwasser im Sommer mit Brötje

Photovoltaik Installation in einem Mehrfamilienhaus am Waterender Weg 12 in Oldenburg. Foto: Andreas Burmann Die zentrale Warmwasserbereitung im Sommer übernimmt in erster Linie die Brauchwasser-Wärmepumpe Sensotherm BTW von Brötje, die über einen Warmwasser-Speicher mit 300 Litern Fassungsvermögen verfügt und im bisherigen Heizungsraum des Mehrfamilienhauses von Jürgen Ahlers Heizung und Sanitär installiert wird. Betrieben wird die Wärmepumpe entweder direkt mit Photovoltaikstrom vom Dach oder mit zwischengespeichertem Strom aus den Stromspeichersystemen S10H-E12 von E3/DC. Genügt die Warmwasser-Menge nicht, springen die wärmegeführten Mikro-KWK-Geräte ein.
In den ersten Wochen nach der Installation zeigt sich, dass die Kapazität des Wärmespeichers nicht ausreicht. Auf einen größeren Wärmespeicher wurde aber bewusst verzichtet, weil dann die Wasserqualität kostenintensiv kontrolliert werden muss. Daher steht für das nächste Projekt die Herausforderung an, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Wahrscheinlichste Lösung: Kaskadierung von mehreren Brauchwasser-Wärmepumpen mit entsprechenden Warmwasser-Speichern. Ziel ist es, damit die Mikro-KWK-Geräte den gesamten Sommer über zu schonen.
Weitere Informationen zu Brötje finden Sie auf der Hersteller-Seite.

Smart Meter: Transparenz mit Discovergy

Oldenburg, Photovoltaik Installation in einem Mehrfamilienhaus am Waterender Weg 12 in Oldenburg. Foto: Andreas Burmann Dr. Thomas Henne, der Eigentümer der Immobilie im Waterender Weg, wird im Zuge des Konzepts zum Vermieter-Energieversorger.  Um als Energieversorger für seine Mieter agieren zu können, hat er eigens ein Gewerbe angemeldet und eine GbR gegründet. Um die Abrechnung des Stroms mit den Mietern gewährleisten zu können, hat Dr. Henne vier der insgesamt zwölf von Discovergy neu gesetzten Smart Meter übernommen. Diese erlauben insbesondere die differenzierte Abrechnung von überschüssigem PV- und KWK-Strom nach EEG (PV) bzw. dem KWK-Gesetz / KWK-Bonus (KWK). Die übrigen Stromzähler dienen zur Erfassung der Wohnungsdaten sowie des Allgemeinstroms und der an das Haus angedockten Wallbox.
Vorteil für die Mieter: Sie erhalten Zugriff auf das Online-Portal von Discovergy und können sich hierüber jederzeit über ihren aktuellen Stromverbrauch sowie die Stromkosten informieren. In Zukunft sollen auch Wärmemengenzähler hinzu kommen – bislang erfolgt die Wärmeabrechnung auf Basis der Gaskosten und wird umgelegt auf die jeweilige Wohnungsgröße. Mit dem Online-Portal von E3/DC schließlich erhält Dr. Henne einen Überblick über den Gesamtverbrauch des Hauses sowie den aktuellen Status seiner Energiefarm.
Weitere Informationen zu Discovergy finden Sie auf der Partner-Seite.

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